Für die Matchballspenden bedanken wir uns bei Adi Herzog, Langendorf, und Barbara Staufer, Oberdorf.

Die Devise gegen den FC Wangen war klar. Tief stehen, dem Gegner keine Räume anbieten und das Heil in Kontern suchen. Für diese Taktik hatten die Lommiswiler auch allen Grund, schickte doch der spielstarke Gegner, gespickt mit ehemaligen 1.-Liga-Spielern, in den zwei vorhergegangenen Spielen den FC Olten mit 5:1 und den FC Oensingen mit 6:0 nach Hause. So war der FC Wangen auch auf dem Lommiswiler Weiher Favorit.

Die Taktik der Lommiswiler ging zu Beginn nicht auf. In den Startminuten stimmte die Zuteilung gleich zweimal nicht, der Gegner kam zu ordentlichen Abschlusschancen. Diese wurden jedoch vergeigt. Nach rund zehn Minuten stand das Spiel dann längere Zeit still. Nach einem unglücklichen Zusammenprall blieb der Wangener Captain lange liegen, erst mit der Hilfe seiner Teamkollegen konnte er vom Platz humpeln. Dieser Unterbruch schien die Wangener etwas aus dem Konzept zu werfen. In der Folge waren sie zwar weiterhin spielbestimmend, ohne jedoch zu nennenswerten Torchancen zu kommen. Im Gegenzug gingen die Lommiswiler plötzlich in Führung. Ein simpler, langer Ball wurde so hundsmiserabel verteidigt, dass Urosevic alleine vor dem gegnerischen Tor auftauchte und einschob. Und nur wenig später hätte Choque sogar erhöhen können. Sonderegger setzte sich über links durch, Herzog haute über dessen Hereingabe, der Ball blieb in der Folge zehn Meter vor dem Tor liegen. Choque reagierte am schnellsten und haute drauf, der Torwart brachte aber gerade noch ein Bein an den Ball.

Ansonsten hatten aber nach wie vor die Wangener mehr vom Spiel. Vereinzelt liessen sie im Mittelfeld ihre spielerische Klasse mit sehenswerten Kombinationen aufblitzen. Aber eben: Im Mittelfeld. Vor dem Tor der Lommiswiler wurde es kaum mehr gefährlich. Bis zur 39 Minute. Dann setzte sich ein Wangener für einmal über links durch, spielte einen zuckerfeinen Pass in die Mitte, wo sein Teamkollege zum Ausgleich einschob. Mit dem Unentschieden ging es in die Pause.

In Durchgang zwei war Wangen gefühlt sogar noch etwas dominanter. Zumindest in puncto Ballbesitz. Doch spielerisch kamen sie nur bis ins Mittelfeld, im letzten Drittel tauchten sie nur selten auf. Und so versuchten es die Gäste je länger je mehr mit hohen Bällen in die Spitze. Da die Lommiswiler jedoch bereits tief standen, landeten diese regelmässig im Aus, oder aber wurden weggeköpfelt. Im Gegenzug konnten die Lommiswiler zwar einige Konter fahren, vor dem Wangener Tor fehlte dann aber etwas die Präzision, um wirklich gefährlich zu werden. So nahm es Hunziker in der 60 Minute in die eigenen Füsse. Aus rund 20 Metern zog er ab, hämmerte das Leder regelrecht zur Lommiswiler Führung ins Eck. Darauf vermochte Wangen nicht zu reagieren. Zwar mittlerweile fast permanent im Ballbesitz, kamen sie nur zu Halbchancen. Bis tief in die Nachspielzeit hinein. Dann konnte für einmal, nach einem weiteren langen Ball, doch ein Wangener entwischen und alleine vor Bracher auftauchen. Die Kugel haute er jedoch deutlich über den Kasten. Danach war Schluss.

Tore: 20’ 1:0 Urosevic; 39’ 1:1; 60’ 2:1 Hunziker

Lommiswil: Bracher, Herzog, Karpf, Belloni, Amiet, Urosevic, Sonderegger, Bachmann, Hunziker, Choque, Ebel, Perriard, Neff, Dornbierer, Zumstein, Rindlisbacher, Hohl