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Weckruf angekommen

Nach dem unkonzentrierten und blutleeren Auftritt in Balsthal unter der Woche war gegen Iliria eine Reaktion gefordert. Mit acht Punkten aus sieben Spielen war der Gegner zwar bescheiden in die Saison gestartet, umso mehr rechnete man deshalb damit, dass er nun erst recht für jeden Punkt fighten würde. Das Heimteam aus Solothurn startete auch direkt mit viel Tempo in die Partie. Offensiv eingestellt versuchten sie, mit viel Ballbesitz die Lommiswiler Hintermannschaft zu überwinden. Doch nach zehn Minuten geriet ein Rückpass auf den eigenen Torhüter viel zu kurz und wurde zur idealen Vorlage für Amiet. Im Stile eines Stürmers brachte er die Gäste völlig entgegen dem Spielverlauf in Führung. Dies liess Iliria offenbar völlig kalt, denn nur eine Minute später kamen sie nach einem langen Ball in die Spitze zum Ausgleich. Und wiederum nur eine Minute später, diesmal der lange Ball eigentlich zu lang, die Abwehr von Rashid jedoch ungenügend, so dass der Abpraller über Umwege erneut beim Angreifer landete, welcher im Sechzehner von den Beinen geholt wurde. Der Elfmeter bedeutete die Führung für die Gastgeber. Gespielt waren da erst 13 Minuten. In der Folge beruhigte sich das Geschehen jedoch etwas. Die Lommiswiler bekamen mehr Zugriff auf den Gegner und konnten weitere Gegentreffer verhindern. Nach Ballgewinn konnten sie zudem immer wieder schnell in die Spitze spielen und so für Gefahr sorgen. Es war dann aber ein Eckball, der zum Ausgleich führte. Nach etwas Dusel im Sechzehner war es Middelweerd, der die Kugel über die Linie bugsieren konnte. Kurz vor der Pause gelang den Lommiswiler sogar die erneute Führung, und erneut war es ein Geschenk: Baladin wurde nach einer Einzelaktion kurz vor dem Tor gestoppt, anstatt den Ball aber zu klären wollte der Verteidiger das Ganze spielerisch lösen, passte zurück zum Torwart, wo sich aber halt noch immer Baladin aufhielt, dieser bedankte sich und versenkte das Leder. Bereits in der Nachspielzeit von Durchgang eins versuchte Iliria, das Spiel nochmals auszugleichen. Lommiswil mit einem ordentlichen Befreiungsschlag, die Verlängerung per Kopf auf der Mittellinie, die Kugel landete bei Urosevic, welcher sich durch zwei Verteidiger durchtankte und mit dem Pausenpfiff auf 2:4 erhöhte.

Eigentlich war jedem bewusst, dass Iliria nach Wiederanpfiff direkt zum Angriff blasen würde. Trotzdem hiess es nur dank Rashid nach wenigen Sekunden nicht bereits 3:4. Doch danach gelang Lommiswil, was ihnen bereits über weite Strecken der ersten Halbzeit gelungen war: Iliria mit mehr Spielanteilen, jedoch für lange Zeit ohne zwingende Torchancen. Erst in der 76. Minute, nach einem Stellungsfehler in der Abwehr, gelang der Anschlusstreffer. Dieses Tor öffnete irgendwelche Schleusen, denn obwohl sich nichts an der taktischen Marschrichtung des Spieles änderte, resultierten auf einmal praktisch alle Angriffe auf beiden Seiten in Grosschancen. Doch Rashid liess sich nicht noch einmal bezwingen, und selbst als er bereits überspielt war, war Middelweerd zur Stelle um auf der Linie zu klären. Und auf der anderen Seite nutzten die Lommiswiler ihre Chancen: Nach zwei Kontern trafen Philipp Dornbierer und Roth zum 3:6 Endstand.

Mit Iliria traf man sicher auf eine der besseren Offensiven in der Liga, trotzdem wären viele Situation besser zu verteidigen gewesen. Die Anzahl zugelassener Grosschancen war zu hoch, und auch drei Gegentreffer sind definitiv zu viel. In diesem Spiel ging es auf, da der Gegner hinten die noch grösseren Defizite aufwies, doch darauf wird man sich in kommende Spielen definitiv nicht verlassen können. 

 

Lommiswil: Rashid, Zumofen, Karpf, Middelweerd, Dornbierer Dominic, Urosevic, Roth, Meier, Amiet, Dornbierer Philipp, Baladin, Zumstein, Neff, Perriard, Herzog

 

Tore: 11’ 0:1 Amiet; 12’ 1:1; 13’ 2:1; 30’ 2:2 Middelweerd; 38’ 2:3 Baladin; 45’ + 1’ 2:4 Urosevic; 76’ 3:4; 78’ 3:5 Dornbierer Philipp; 83’ 3:6 Roth