Lommiswil musste vorallem in der Offensive handicapiert in die Partie starten. Man spürte die Absenzen der potenziellen Stürmer Schneider, Racine oder Bommer, sowie die Verletzungen von Oetliker oder Schmitter.
So war es auch Biberist, das die ersten 10 Minuten fast nach Belieben dominierte. Danach fing sich jedoch Lommiswil, konnte sich aber selten befreien, da auf der Stürmerposition Spieler spielen mussten, die sich diesen Part nicht gewohnt sind.
Ziel war es, so lange wie möglich hinten die Null stehen zu haben. Und offensiv wollte man eben wegen der Absenzen aus wenig Chancen ein Tor erreichen. Die Chancen in der ersten Halbzeit wurden jedoch nicht genutzt. Biberist war in dieser Phase, kurz vor der Halbzeit, kaum mehr offensiv in Erscheinung getreten.
In der Halbzeit wurde die Mannschaft darauf aufmerksam gemacht, dass man defensiv solid weiterspielen will. Dies klappte eigentlich ganz gut. Jedoch wurden wir in der 54. Minute durch einen Weitschuss aus ca. 30 Metern kalt erwischt, ohne dass unsere Defensive grosse Schuld an diesem Gegentor hatte.
Die Reaktion blieb vorerst aus. Biberist bekam Oberwasser und drückte aufs Tempo. Nach einem Eckball wehrte Schmid zwei mal ab, jedoch war nie ein Lommiswiler zur Stelle, der klärte. Logische Konsequenz war das 2:0 aus dem Getümmel heraus.
Danach erwachte Lommiswil wieder und hatte durch Zürcher die Chance zum Anschlusstreffer. Alleine vor dem Torwart, jedoch von 2 Abwehrspielern bedrängt, verzog er knapp.
Lommiswil riskierte jetzt alles, schickte die beiden Innenverteidiger in den Sturm, was aber auch nichts mehr einbrachte, zu langsam wurden die Angriffe vorgetragen, zu ungenau war das Passspiel. Man kam in den letzten 15 Minuten kaum mehr zu Angriffen.
Im Gegenteil: Biberist, mit dem Gefühl des sicheren Siegers löste seine Verkrampfung und bezwang die umformierte Lommiswiler Abwehr noch zweimal. Die zwei Gegentore sind in diesem Sinne nicht tragisch, da es darauf in der Schlussabrechnung nicht mehr an kommt. Jedoch ist die ganze Niederlage unnötig, da man sich nach dem verschlafenen Start gefangen hatte und den Gegner im Griff hatte. Jedoch konnte man sich zu wenig aus der eigenen Abwehr lösen und fiel halt dann dem stetigen Druck des Gegners zum Opfer.
FC Lommiswil: Schmid; Tschanz (Fauser), Lemp, Hildbrand, Dominkovits; Schmitter (Felber); Boscaini, Oetliker (Schmid, Adam), Christen, Caylan; Zürcher |